Das Tierheim Asoka el grande in Alicante - ein Ort, den wir gerne unterstützen
Seit vielen Jahren unterstützt Animal-Help-Espania e.V. das ansässige Tierheim in San Vicente/Alicante im Süden Spaniens. Dieses Tierheim arbeitet privat und eigenständig mit einigen Helfern und Freiwilligen. Wir unterstützen Asoka und somit den Tierschutz vor Ort durch Sach- und Geldspenden, Vermittlungshilfe, tatkräftige Mitarbeit vor Ort usw. Sigrid, unsere Frontfrau in Spanien lebt im Tierheim Asoka und kümmert sich um die Schützlinge vor Ort. Von der Erstversorgung bis zur Vermittlung ist es oft ein weiter und schwerer Weg, den Sigrid dort täglich bestreitet.
An dieser Stelle ein großes Lob an Siggi, durch sie konnten schon unzählige Tiere gerettet werden, von denen wir hier nach und nach auch noch im Einzelnen berichten möchten.
20.12.2009 Videopräsentation zum neuen Asoka-Kalender 2010 Na, wer erkennt seinen Schützling?
29.08.2009 Reportage über das Tierheim Asoka im spanischen Fernsehen
Dol, ein kleiner Hund aus der Mülltonne Der kleine Dol wurde von einer Spaziergängerin in einer Mülltonne entdeckt. Sie verständigte sofort die Tierschützer von Asoka und man brachte den armen Kerl erst mal zum Tierarzt. Seine Augen waren eitrig verklebt und er befand sich einem schlechten Allgemeinzustand. Nach einem Bad, einer neuen Frisur, etwas zu Fressen und einer Portion Liebe geht es Dol schon besser. Er wartet nun im Tierheim Asoka auf ein neues Zuhause.
Der Katzentest Oft nennen wir unsere Hunde "katzenverträglich". Um das so einfach zu behaupten, muss das Ganze natürlich auch wirklich getestet werden, Vermutungen sind da fehl am Platz. Hier ein Video eines typischen Katzentests, aufgenommen im Katzengehege in Asoka. Die Probanden in diesem Fall: Blanco und Canelo, die sich von ihrer besten Seite zeigten. Natürlich lassen wir nicht jeden Hund einfach so ins Katzengehege, es wird schon im Vorfeld geprüft, ob und wie der Hund reagiert, bevor man eintritt.
Tagesablauf in Asoka Februar 2008, Siggi berichtet:
Sobald es hell wird, das ist jetzt ca. 07.20 Uhr, lasse ich die ersten 2 Hundegruppen aus den Zwingern, damit sie sich entleeren können. Wie bei einem Hunderennen starten sie aus dem Zwinger und die Pinkelei geht los. Morgens ist es ein Schnelldurchlauf, weil sie es ja alle eilig haben, aber alle vertragen sich nicht. Wenn die Galgos an die Reihe kommen ist es wirklich ein Hunderennen und an einem bestimmten Platz, fast wie auf Komando sitzen alle und sind erleichtert. Der sauberste Zwinger ist immer von den Galgos und weil es morgens noch kalt ist verziehen sich die Rennnasen gleich wieder in ihre Behausung und es kommen die nächsten dran.
In dieser Zeit gehe ich zu Shiva und gebe ihr das 1. von 5 Mal ihre Augentropfen, jeweils 3 Verschiedene im Abstand von 1 Minute. Als Esperanza noch da war, bekam sie ihre Nierentablette und ich ging wieder andere Hunde rauslassen. Dann ist Frühstück für mich angesagt und wenn es dann ca. um 09.00 Uhr etwas wärmer ist, lasse ich wieder alle Galgos raus, die dann endlich toben und danach in der Sonne liegen können.
Ca. ab 09.45 - 10.00 Uhr kommen die ersten Voluntäre die Zwinger saubermachen oder es kommen die Katzenmädels die vielen Katzen versorgen. Es gibt das Gehege mit den gesunden Katzen, das Leukosegehege und viele kleine Käfige als Quarantäne. Gegen Mittag kommt jemand, der die Medizin verabreicht, es ist ein ganzes Tablett voll. Im Behandlungszimmer ist auch die Medizin und die wird mit etwas Wurst in kleine Döschen gepackt die mit dem Names des Tieres versehen ist. Es gibt Listen an der Wand, wo das tägliche eingeben dokumentiert ist.
Den ganzen Nachmittag sind Leute da, die immer wieder die Zwinger putzen und abwechselnd die Hunde rauslassen und mit ihnen spielen. An manchen Tagen werden Hunde abgeholt und zum TA gefahren, entweder zum Kastrieren oder zum Chippen und für die Reise fertig machen. Wenn wieder genug Rüden da sind, kommt sogar der TA und kastriert im Behandlungszimmer, die Mädels werden immer in der Klinik gemacht. Ich versorge immer zwischendurch mal die süßen Welpen, es soll nicht jeder rein, da sie nicht geimpft sind, denn ich wechsle die Schuhe und sprühe mich vorher ab, oder ich gehe zu den Katzen, fotografieren oder Ohren saubermachen usw.
Da kaum jemand extra Zeit übrig hat, kämme oder schneide ich neue verfilzte Hunde oder schaue nach den Krallen und scheide sie. Zwischendurch gehe ich zu den Galgos und räume die verstreuten Decken wieder in die Körbchen, die meisten anderen Hunde haben kaum welche, weil die nur zerfetzt werden. Shivas Augentropfen darf man auch nicht vergessen zwischendurch.
Wenn es neue Galgos gibt, werden sie vermessen, fotografiert und meist ganz schnell wird der Katzentest gemacht. Sie kommen in die Quarantäne und dürfen vorerst nur mit Leine ausserhalb des Asokageländes spazieren gehen. Erst wenn nach 2 Wochen alles ok ist, dürfen sie in den Auslauf. Leider schleppt man sich gerne aus den schlimmen Perreras die Staupe oder Parvo rein.
Am späten Nachmittag kommen noch einige Katzenvoluntäre, die Katzen streicheln oder Medizin geben und die Hundeleute sind sowieso oft bis 21.00 Uhr da. Die Hunde haben nun noch den Vorteil solange ich da bin, dass ich einige nochmal spät abends rauslasse und so ist der Zwinger am nächsten Tag viel sauberer, weil ja am morgen auch schon wieder Pinkeltime ist. Abends ist es bei den Galgos so wie am Morgen, schnell raus, hinsetzen und schnell wieder ins warme Körbchen, man braucht nicht mal was sagen. Das ist bei den anderen Chaoten nicht so leicht aber ich habe ihnen was angewöhnt, auch mal mit kräftigerer Stimme damit man mich ernst nimmt: ich klatsche in die Hände und sage, ab nach Hause und treibe sie vor mir her und sie gehen alle schön brav rein.
Es ist täglich viel Betrieb hier und es sind viele Helfer da, aber irgendwie wird die Arbeit immer mehr und es müssen noch ein Kittengehege und noch Welpenzwinger gebaut werden und wie immer, ist das Geld alle.
Einmalig in Spanien ist sicherlich das Gehege für Leukosekatzen und immer wenn ich an diesen lieben, schmusigen und gesund aussehenden Katzen vorbei muss, kann ich nicht verstehen warum viele Leute sich scheuen eine davon zu adoptieren.
Sehr viele komische Ansichten und Praktiken können sogar die spanischen Tierfreunde von ihren Landsleuten nicht verstehen und die Leute von Asoka haben meinen ganzen Respekt vor der tollen Leistung, was sie mit diesem Tierheim geschaffen haben.
Sie sind natürlich genau so glücklich, das wir Ausländer ihnen helfen, denn wenn kein Hund oder Katze rausgehen würde, wären sie bald überfüllt und könnten nicht weitermachen.
Liebe Grüße Sigrid
Anfang 2010
Diese Mail haben wir erhalten und haben uns sehr gefreut, dass unsere Hilfe so geschätzt wird und eben so nötig ist. Wir danken allen Adoptanten die uns helfen, damit wir helfen können.
"Liebe Freunde von AHE,
Wir wollen uns herzlich für eure Unterstützung bedanken. Dank eure Arbeit finden viele unseren Asoka Süssen tolle Familien in Deutschland. Sie kriegen eine 2. Möglichkeit in seinem Leben, nur weil ihr euch super bemüht uns damit zu helfen. Viele würden hier in Spanien sonst keine Chance haben...
In den letzten Zeit sind viele unsere Hunde und Katzen, durch AHE ein Endplatz oder Pflegestelle gekriegt. Alles das schrecklichste bei Tiere hier in Spanien wird ein wenig schrecklicher für uns, wenn AHE uns sagt: wir haben Platz für dieses Asokas Hund oder für dieses Asokas Katze gefunden! Dann denken wir "wir sollen nicht stoppen, wir sollen weiterkämpfen, denn es gibt noch gute Leute in dieser Welt, die bei uns sind und mitmachen. Wir sind nicht allein!"
Wir, Asoka Voluntäre, danken euch! Speziell an Sigrid, Andrea oder Sonja... aber auch an alle anderen die bei AHE mitmachen, und von denen wir den Namen oder Gesicht nicht persönlich kennen (aber wir wissen ihr seid da!)